Växtbelysning

Pflanzenlicht


Im Februar gibt ein Fenster nur einen Bruchteil des Lichts, das eine Pflanze für kompakten Wuchs braucht. Deshalb wird die Aussaat lang und blass, obwohl sie gesund aussieht. Eine Pflanzenlampe löst das, aber nur wenn drei Dinge stimmen: die Intensität, der Abstand und die Stundenzahl. Hier findest du die Zahlen für alle drei.

So viel Licht brauchen die Pflanzen

Licht für Pflanzen wird in Mikromol pro Quadratmeter und Sekunde gemessen, abgekürzt PPFD. Es ist die Menge Lichtteilchen, die auf die Blattfläche trifft, und genau diese Zahl geben Hersteller guter Pflanzenlampen an.

Was du anbaustPPFDStunden pro Tag
Aussaat und Jungpflanzen100 bis 20014 bis 16
Kräuter und Blattgemüse200 bis 40014 bis 16
Chili, Paprika und Tomate drinnen400 und mehr16 bis 18
Zimmerpflanzen, die gut wachsen sollen50 bis 15010 bis 12

Fehlt bei einer Lampe die PPFD-Angabe, ist es meist eine gewöhnliche Haushaltslampe, die als Pflanzenlampe verkauft wird. Für eine Pelargonie am Fenster reicht das, für eine Tomatenpflanze nicht.

Der Abstand zählt mehr als die Wattzahl

Licht nimmt mit dem Quadrat des Abstands ab. Halbierst du den Abstand, vervierfacht sich die Lichtmenge auf dem Blatt. Deshalb schlägt eine schwache Lampe nah an der Pflanze eine starke Lampe weit weg.

  • LED-Leiste mit 15 bis 30 W: 20 bis 40 cm über den Pflanzen.

  • LED-Panel ab 50 W: 40 bis 60 cm.

  • Leuchtstoffröhren: 15 bis 25 cm, sie werden nie heiß genug zum Verbrennen.

Richte dich danach nach der Pflanze und nicht nach der Tabelle. Werden die Blätter in der Mitte blass oder wölben sich nach oben, hängt die Lampe zu nah. Streckt sich die Pflanze mit langen kahlen Stielen zur Lampe, hängt sie zu weit weg.

Stunden pro Tag und warum die Dunkelheit nötig ist

Aussaat und Jungpflanzen wollen 14 bis 16 Stunden Licht. Lass die Lampe nicht rund um die Uhr laufen. Pflanzen atmen und verteilen nachts Zucker um, und mehrere Arten brauchen die Dunkelheit, um Knospen anzulegen. Rechne mit mindestens sechs Stunden Dunkelheit pro Tag.

Kauf eine Zeitschaltuhr. Drei Monate lang zweimal täglich ans Ein und Ausschalten zu denken funktioniert nicht, und ungleichmäßiges Licht gibt ungleichmäßige Pflanzen.

Welche Lampe du wählst

  • LED: heute die erste Wahl. Wenig Wärme, lange Lebensdauer und das meiste Licht pro Watt. Eine gute Pflanzen-LED liegt bei 2,0 bis 3,0 Mikromol pro Joule.

  • Leuchtstoffröhren: über einem Anzuchttisch immer noch gut. Günstig in der Anschaffung, aber die Röhren lassen nach ein paar Saisons nach und müssen getauscht werden.

  • Metallhalogen: viel Licht, aber auch viel Wärme und hoher Verbrauch. Für zu Hause übertrieben.

  • Gewöhnliche Glühbirne: rund 95 Prozent Wärme und fast kein nutzbares Licht. Nimm sie nicht.

Weißes oder lila Licht

Die lila Lampen kombinieren Rot und Blau, also die Farben, die das Chlorophyll am meisten aufnimmt. Pro Watt ist das effizient. Der Nachteil: du siehst die Pflanzen nicht richtig, und lila Licht im Wohnzimmer ist schwer auszuhalten.

Weißes Vollspektrumlicht mit 3000 bis 4000 Kelvin funktioniert in der Praxis mindestens genauso gut, und du entdeckst Blattläuse und gelbe Blätter rechtzeitig. Soll die Lampe in einem Raum stehen, in dem du dich aufhältst, nimm Weiß.

Lux und Lumen messen das Falsche

Viele Lampen werden in Lux oder Lumen angegeben. Beide Maße sind auf die Empfindlichkeit des menschlichen Auges gewichtet, und das Auge ist am empfindlichsten für grünes Licht, also genau das, was die Pflanze am wenigsten nutzt. Eine Lampe kann deshalb hell wirken und der Pflanze trotzdem wenig geben.

Willst du zwei Lampen vergleichen, vergleiche Mikromol pro Joule oder PPFD bei einem angegebenen Abstand. Fehlen diese Angaben, bleibt der Vergleich der Wattzahl innerhalb derselben Lampenart.

Was der Strom kostet

Eine LED-Leiste mit 20 W, die 14 Stunden am Tag brennt, verbraucht 0,28 kWh pro Tag. Läuft sie von Anfang Februar bis Ende Mai, also rund 120 Tage, sind das etwa 34 kWh. Bei 0,30 Euro pro kWh kostet die ganze Anzuchtsaison rund 10 Euro.

Der Strom entscheidet also selten. Der Anschaffungspreis und der Platz für die Lampe schon.

Anzeichen für zu wenig und zu viel Licht

Was du siehstWas es bedeutetWas du tust
Lange blasse Stiele mit großen Abständen zwischen den BlätternZu wenig LichtLampe tiefer hängen oder Leuchtdauer verlängern
Die Pflanze neigt sich zu einer SeiteDas Licht kommt von der SeiteLampe mittig hängen und die Schale jeden zweiten Tag drehen
Blasse Flecken mitten auf dem BlattDie Lampe hängt zu nahIn 10-cm-Schritten höher hängen
Blätter wölben sich nach obenZu hohe Intensität oder zu trockenLampe höher hängen und die Erdfeuchte prüfen
Blätter vergilben von unten trotz viel LichtNährstoffmangel, kein LichtmangelSiehe den Beitrag über Pflanzennährstoffe

Wann du die Lampe brauchst und wann nicht

Säst du im Februar oder März, musst du zusätzlich beleuchten. Ab Mitte April reicht ein Südfenster meist aus, und im Mai kann die Lampe aus. Wintersaat im Freien braucht gar kein Licht, und genau das ist einer ihrer Vorteile.

Willst du Chili oder Paprika vorziehen, ist die Lampe praktisch Pflicht, denn sie müssen schon im Februar gesät werden, um rechtzeitig reif zu werden. Weitere Kulturen mit frühem Start findest du bei unseren Samen für die frühe Aussaat, und viele unserer Kräutersamen lassen sich unter Licht das ganze Jahr kultivieren.

Autorin: Emma Vogiatzi
Fachlich geprüft von Erik Hoekstra
Zuletzt aktualisiert 2026-08-31