Ellinor Löfgren

Es war ein Traum, unserem Sohn eine Kindheit wie unsere zu ermöglichen. Denn das ist eines der schönsten Geschenke, die mir meine Eltern als Kind gemacht haben.

Wir sind aufs Land gezogen, weil wir uns mehr Freiheit im Alltag gewünscht haben. Wir wollten nicht mehr von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig sein, nicht mehr zwischen Terminen stressen und nicht mehr den ganzen Tag drinnen arbeiten. Wir träumten von einem Leben, in dem wir uns nach den Jahreszeiten richten und mehr draußen mit dem Körper arbeiten können. Etwas schaffen zu können – ohne dass die Möglichkeiten irgendwann aufhören.


Sowohl ich als auch Philip sind auf Bauernhöfen aufgewachsen und wir haben es geliebt!

Der Garten bedeutet mir sehr viel! Denn mein Garten ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Freizone. Aber er lässt mich sowohl in meiner Kreativität als auch in meinem Selbstvertrauen wachsen. In 99 % der Fälle, in denen ich ein Projekt abschließe, stelle ich fest: „Ach ja, das war ja gar nicht so schwer!”. Auch wenn es sich anfangs unmöglich anfühlte. Sonst habe ich viel Leistungsangst, aber im Garten kann eigentlich nichts schiefgehen.

Ich bin eine Hobbygärtnerin und lerne immer noch dazu – und genau das – NEUE DINGE ZU LERNEN – ist für mich eine Motivation.

Deshalb ist der Garten einer der wenigen Orte, an denen Zeit und Raum verschwinden und ich ganz präsent sein und Stress und Ängste loswerden kann. Mein Garten stärkt mich einfach körperlich und seelisch.

Für mich ist ein Nachmittag im Garten wie Meditation. Die beste Art von Meditation! Es macht Spaß, ist kreativ und bringt Freude. Außerdem kann ich mich körperlich richtig auspowern, was für ein ADHS-Gehirn die beste Medizin ist!

Außerdem motiviert es mich sehr, schöne Dinge zu schaffen. Nicht nur der Garten an sich, sondern auch die Möglichkeit, Gemüse und Schnittblumen zu pflücken und verschiedene Stillleben in meinen alten, auf Flohmärkten gefundenen Vasen oder Servierplatten hier zu Hause zu arrangieren.

Außerdem habe ich gemerkt, dass Blumen Menschen zusammenbringen. Dank des Gärtnerns habe ich so viele neue Freunde gefunden! Und im Frühling möchte ich Menschen hier auf unserem Hof zusammenbringen, damit sie ihre eigenen Blumensträuße pflücken, Erfahrungen austauschen und eine eigene Community für uns alle Hobbygärtner:innen gründen können. Darauf freue ich mich schon sehr!

Es gibt so viele Teile meines Gartens, die ich liebe und ohne die ich nicht leben möchte. Das ist total verrückt, denn hätte mir das jemand vor 1,5 Jahren gesagt, als ich meine ersten Samentütchen angebaut habe, hätte ich NIEMALS gedacht, dass ich einmal so ein Gartenfan werden würde, wie ich es heute bin.