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Bodenarten kultivieren


Bodenarten

Unser wertvoller Mutterboden ist ein kleines Ökosystem. Er enthält:
  • Mineralien - Partikel aus Ton, Sand und Kies
  • Schimmel - zersetzte organische Stoffe
  • Hohlräume - wichtig u. a. für den Transport von Sauerstoff und Wasser
  • Kleintiere und Mikroorganismen - sie machen den Boden fruchtbar und durchlässig.
Die beiden Pole der Ackerböden sind Tonböden und Sandböden. Je nach dem Anteil von Ton und Sand gibt es auch verschiedene Mischböden. Testen Sie Ihren Boden, indem Sie eine Handvoll vom Boden aufheben und versuchen, sie zusammenzupressen. Sandige Erde krümelt, aber Tonerde ist formbar und kann zu einem Strang gerollt werden. Je schmaler der Strang wird, bevor er bricht, desto höher ist der Tongehalt des Bodens. Sowohl Ton als auch Sand haben ihre Vor- und Nachteile. Egal, in welchem Boden Sie anbauen, es ist möglich, ihn zu verbessern.

Lehmboden

Lehmboden wird so genannt, weil er viel "Ton", d. h. kleinste Mineralkörner, enthält. Je mehr dieser winzigen Teilchen der Boden enthält, desto dichter wird er. Diese Dichte bedeutet, dass Lehmböden schwer zu bearbeiten sein können. Verdichteter Boden mit minimalen Hohlräumen kann zu einem Sauerstoffmangel für die Pflanzenwurzeln führen. Im Frühjahr dauert es lange, bis die Sonne einen kompakten Lehmboden erwärmt. Aber Lehmboden hat auch eine Reihe von guten Eigenschaften. Aufgrund seiner Dichte kann Lehmboden Nährstoffe und Wasser sehr gut zurückhalten. Im Herbst bleibt er länger warm als sandiger Boden. Außerdem ist Lehmboden von Natur aus kalkhaltig und kann durch die Zugabe von Sand ausgeglichen werden. Der Sand sollte nicht zu feinkörnig sein, da sonst die Gefahr besteht, dass der Boden zu betonähnlich wird. In der Regel empfiehlt es sich, 5-10 cm Füllsand auf den Boden zu geben und den Sand leicht zu verdichten. Bedecken Sie den Boden dann mit mindestens 5 cm organischem Material wie Mist oder Kompost. Viele Wurzelpflanzen mögen sandigen Boden lieber als Ton. Wenn Sie einen schweren Lehmboden haben, können Sie daher genau dort, wo die Hackfrüchte wachsen sollen, etwas Sand einmischen. Dies gilt jedoch nicht für Rüben - sie gedeihen am besten in Lehmboden!

Sandiger Boden

Sandboden hat größere Mineralkörner als Lehmboden. Sandböden sind daher luftiger und durchlässiger. Nährstoffe und Wasser können aus Sandböden auswaschen, so dass sie nährstoffarm und trocken sind. Außerdem ist ein Sandboden weniger kalkhaltig als ein Lehmboden. Die Vorteile eines Sandbodens sind, dass er leicht zu bearbeiten ist. Im Frühjahr erwärmt er sich schnell. Außerdem besteht keine Gefahr, dass Wasser stehen bleibt und die Pflanzenwurzeln beschädigt, weil er so gut entwässert ist. Sandboden kann durch Zugabe von Tonerde ausgeglichen werden. In der Regel wird empfohlen, etwa 5 cm Tonerde auf den Boden zu geben und sie leicht einzuarbeiten. Bedecken Sie den Boden dann mit mindestens 5 cm organischem Material, wie Mist oder Kompost.

Besserer Boden mit mehr Kompost!

Schimmel ist organisches Material, das abgebaut wurde. Ein gemulchter Boden hat eine reichhaltige Textur und eine schöne Farbe. Sowohl lehmige als auch sandige Böden werden besser für den Anbau geeignet, wenn der Anteil an Schimmel zunimmt. Lehmböden werden durchlässiger und sind leichter zu bearbeiten, während Sandböden mehr Nährstoffe und Wasser zurückhalten. Das Mikroleben, das dem Boden seinen Schimmel verleiht, muss kontinuierlich gefüttert werden. Wenn wir als Gärtner bei der Zugabe von organischen Stoffen großzügig sind, dann freuen sich Würmer, Käfer und Mikroorganismen. Material, das Sauerstoff zur Zersetzung benötigt, wird auf die Bodenoberfläche aufgebracht. Dazu gehören zum Beispiel Grasschnitt, Laub, Blätter, Unkrautschnitt und halbverrotteter Kompost. Gut gedüngter Mist und Komposterde können dagegen leicht in den Boden eingearbeitet werden. All dies wird in Mulch und Nährstoffe in einer Form umgewandelt, die die Pflanzenwurzeln leicht aufnehmen können. Egal, in welcher Art von Boden wir wachsen, ein gut genährtes Mikroleben führt zu üppiger Vegetation, Blüte und Ernte.Autor: Johanna Damm Geprüft von Erik HoekstraAktualisiert am 2022-10-14