Efeutute (Epipremnum aureum)


Die Efeutute (Epipremnum aureum) ist eine beliebte und pflegeleichte Grünpflanze mit rankenden Trieben und wunderschönen, herzförmigen Blättern. In der Natur wächst sie als kletternde Liane hoch oben in den Bäumen. Im Innenbereich nutzen wir ihren üppigen, hängenden Wuchs dekorativ – zum Beispiel können die Ranken frei aus einer Hängeampel oder von einem Regal herabhängen oder um ein Fenster herumgeführt werden, sodass ein lebendiger grüner Vorhang entsteht. Die Efeutute blüht als Zimmerpflanze nur sehr selten, bietet dafür aber ganzjährig grüne, luftreinigende Blätter.
Es gibt mehrere verschiedene Sorten der Efeutute, die sich in Farbe und Muster der Blätter unterscheiden. Am häufigsten sind grüne Blätter mit gelbgrünen oder weiß panaschierten Zeichnungen, es existieren jedoch auch Sorten mit vollständig limettengrünen Blättern. Unabhängig von der Sorte ist die Pflege identisch. Die Efeutute ist robust, schnellwüchsig und verzeiht die meisten Anfängerfehler – eine perfekte Pflanze für alle, die bisher wenig Erfahrung mit der Pflanzenpflege haben. Sie fühlt sich in den meisten Wohnräumen wohl und sorgt das ganze Jahr über für pflegeleichte, dekorative Grünpflanzen.

So pflanzen Sie

Das Pflanzen oder Umtopfen einer Efeutute ist unkompliziert. Wählen Sie einen Topf mit Abzugslöchern im Boden, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Füllen Sie ihn mit einer lockeren, nährstoffreichen Blumenerde von guter Qualität – die Efeutute gedeiht in herkömmlicher Zimmerpflanzenerde, die gern etwas luftig sein darf. Haben Sie die Pflanze gerade gekauft, können Sie sie zunächst einige Wochen in ihrem ursprünglichen Topf belassen, damit sie sich eingewöhnt. Anschließend ist es ratsam, sie umzutopfen, wenn die Wurzeln zu eng werden.
Topfen Sie Ihre Efeutute etwa alle zwei Jahre um, vorzugsweise im Frühjahr, wenn das Licht zurückkehrt und die Pflanze wieder aktiv zu wachsen beginnt. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und setzen Sie sie in einen etwas größeren Topf, wenn die Wurzeln den vorherigen Topf vollständig ausgefüllt haben. Ältere und größere Exemplare können häufig länger im selben Topf verbleiben, da das Wurzelsystem der Efeutute relativ fein ist und kein jährliches Umtopfen erfordert. Drücken Sie die Erde leicht um die Wurzeln an und gießen Sie die Pflanze nach dem Umtopfen gründlich.
Die Efeutute lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie Triebspitzen oder Rankenteile mit ein paar Blättern ab und setzen Sie diese direkt in feuchte Erde oder lassen Sie sie zunächst im Wasser Wurzeln bilden. Setzen Sie am besten mehrere Stecklinge zusammen in einen Topf, um eine dichtere und buschigere Pflanze zu erhalten. Stellen Sie die frisch gepflanzten Stecklinge an einen hellen Standort (jedoch ohne direkte, starke Sonneneinstrahlung) und halten Sie die Erde leicht feucht, bis neue Blätter zu wachsen beginnen.

Pflege und Standort

Licht: Die Efeutute bevorzugt einen hellen Standort im Innenraum, jedoch ohne direkte, intensive Sonneneinstrahlung. Zu starkes Sonnenlicht kann die Blätter ausbleichen oder verbrennen, während ein zu schattiger Standort dazu führt, dass die schönen panaschierten Blätter zunehmend einfarbig grün werden und die Pflanze langsamer wächst. Ideal ist ein Platz etwas weiter im Raum oder in der Nähe eines Fensters mit gefiltertem Tageslicht. Die Efeutute passt sich den Lichtverhältnissen an – sie überlebt auch in größerer Entfernung vom Fenster, wächst dann jedoch mit weniger Blattmasse und langsamer.

Temperatur: Normale Raumtemperaturen (etwa 18–24 °C) sind für die Efeutute das ganze Jahr über ideal. Vermeiden Sie längere Temperaturen unter etwa 15 °C, da es sich um eine tropische Pflanze handelt, die Kälte nicht gut verträgt. Zugluft im Winter oder kalte Luft aus Klimaanlagen kann die Pflanze stressen, daher sollte sie vor kalter Zugluft geschützt werden.

Gießen: Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Die Efeutute mag eine gleichmäßige, leichte Feuchtigkeit, verträgt jedoch keine Staunässe. Prüfen Sie die Erde, indem Sie einen Finger einige Zentimeter tief in das Substrat stecken – fühlt es sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Gießen Sie dann gründlich, entfernen Sie jedoch überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen (dies kann zu Sauerstoffmangel und Wurzelfäule führen). Im Winter kann sparsamer gegossen werden, da die Pflanze bei langsamerem Wachstum weniger Wasser benötigt.

Düngen: Düngen Sie Ihre Efeutute während der Hauptwachstumszeit. Im Frühjahr und Sommer können Sie etwa einmal im Monat einen schwach dosierten Flüssigdünger für Zimmerpflanzen verwenden (oder gemäß den Herstellerangaben). Dies unterstützt die Bildung neuer Blätter und sorgt für eine gesunde, kräftig grüne Pflanze. Im Herbst und Winter wird weniger Dünger benötigt – eine sehr sparsame Düngung, beispielsweise alle zwei Monate oder gar nicht, ist ausreichend. Überdüngen Sie nicht; die Efeutute gedeiht in der Regel auch mit geringen Nährstoffmengen sehr gut.

Luftfeuchtigkeit: Die Efeutute schätzt eine höhere Luftfeuchtigkeit, kommt jedoch auch mit normaler, trockener Raumluft gut zurecht. Wenn Sie der Pflanze etwas Gutes tun möchten, können Sie die Blätter gelegentlich mit lauwarmem Wasser besprühen, insbesondere in den Wintermonaten, wenn die Raumluft trockener ist. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanze und hält die Blätter staubfrei. Saubere Blätter nehmen Licht besser auf, was die Photosynthese unterstützt und zu einem vitaleren Erscheinungsbild führt. Regelmäßiges Besprühen kann zudem helfen, gängige Schädlinge zu vermeiden, die trockene Luft bevorzugen.

Standort & Rankhilfe: Die Efeutute lässt sich auf vielfältige kreative Weise in Wohnräumen platzieren. Als Hängepflanze ist sie besonders dekorativ – beispielsweise in einer Hängeampel an der Decke, auf einem Regal oder auf einem hohen Schrank, sodass die langen Ranken frei herabhängen und vertikale Begrünung schaffen. Möchten Sie die Efeutute lieber nach oben wachsen lassen, können Sie ihr eine Rankhilfe zur Verfügung stellen, etwa einen Moosstab oder eine Kokosstange, an der sie emporklettern kann. Wenn die Triebe an einer Stütze hochwachsen, werden die Blätter häufig größer, und die Pflanze ähnelt stärker ihrer natürlichen Wuchsform. Beachten Sie, dass sich die kleinen Luftwurzeln der Efeutute an Oberflächen festsetzen können; wachsen die Ranken direkt an einer gestrichenen Wand oder Tapete, können kleine Spuren zurückbleiben. Es ist daher meist besser, die Triebe an einer Schnur, einem Stab oder einer anderen Rankhilfe zu führen, statt direkt an der Wand. Mit dem richtigen Standort – weder zu dunkel noch zu sonnig – und einer geeigneten Möglichkeit zum Hängen oder Klettern wird Ihre Efeutute prächtig gedeihen und ein attraktives Gestaltungselement im Raum sein.

Tipps und häufige Fragen

Wie vermehrt man die Efeutute? – Die Vermehrung der Efeutute durch Stecklinge ist sehr einfach. Schneiden Sie einen Trieb (etwa 10–15 cm lang) mit mindestens ein paar Blättern ab. Stellen Sie den Steckling in Wasser, bis sich mehrere Zentimeter lange Wurzeln gebildet haben, oder pflanzen Sie ihn direkt in einen kleinen Topf mit feuchter Erde. Die Efeutute bildet besonders leicht Wurzeln an den kleinen Knotenpunkten (Nodien) entlang des Stängels. Für eine besonders dichte Pflanze empfiehlt es sich, mehrere bewurzelte Stecklinge gemeinsam in einen Topf zu setzen. Pflegen Sie die Stecklinge wie eine ausgewachsene Pflanze, halten Sie die Erde jedoch anfangs leicht feucht, damit sich die Wurzeln gut etablieren können.

Kann man die Efeutute schneiden? – Ja, die Efeutute verträgt einen Rückschnitt sehr gut, und dieser kann sogar zu einem dichteren Wuchs führen. Werden die Triebe sehr lang oder spärlich, können Sie sie auf die gewünschte Länge zurückschneiden. Verwenden Sie eine saubere Schere oder Gartenschere und schneiden Sie direkt oberhalb eines Blattes. Neue Triebe entwickeln sich meist an der Schnittstelle oder aus anderen schlafenden Knospen entlang des Triebes. Da sich die Efeutute von Natur aus nicht stark verzweigt, ist ein bewährter Tipp für eine buschigere Pflanze, die abgeschnittenen Triebteile als Stecklinge in denselben Topf zu setzen. So entstehen mehrere Triebe, die gleichzeitig wachsen können.

Warum bekommt die Efeutute gelbe Blätter? – Gelbe Blätter an der Efeutute können verschiedene Ursachen haben. Ein einzelnes älteres Blatt, das sich gelb färbt und abfällt, ist meist ein natürlicher Prozess, bei dem die Pflanze alte Blätter abwirft. Werden jedoch viele Blätter gelb, liegt dies häufig an falscher Bewässerung oder ungünstigen Lichtverhältnissen. Übermäßiges Gießen ist eine häufige Ursache, da die Wurzeln unter Sauerstoffmangel leiden und Schaden nehmen können. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht dauerhaft nass ist, und lassen Sie sie zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Auch Wassermangel kann gelbe, schlaffe Blätter verursachen – gießen Sie daher, sobald die Erde in tieferen Schichten trocken ist. Der Standort spielt ebenfalls eine Rolle: Steht die Pflanze sehr dunkel, können die Blätter aufgrund von Lichtmangel gelb werden und abfallen. Stellen Sie die Efeutute in diesem Fall an einen helleren Ort (jedoch ohne direkte, starke Sonneneinstrahlung). Entfernen Sie gelbe oder verwelkte Blätter regelmäßig, damit die Pflanze ihre Energie in neue, gesunde Blätter investieren kann.

Ist die Efeutute giftig? – Die Efeutute ist leicht giftig, wenn sie verzehrt wird. Wie viele andere grüne Zimmerpflanzen (zum Beispiel Einblatt und Monstera) enthält sie Pflanzensaft mit Substanzen, die Mund und Rachen reizen können. Wenn Haustiere oder Kinder an den Blättern kauen, kann dies zu Beschwerden wie Brennen im Mund, vermehrtem Speichelfluss oder Magenproblemen führen. Daher sollte die Efeutute außerhalb der Reichweite von neugierigen Katzen, Hunden und kleinen Kindern platziert werden. Glücklicherweise ist die Pflanze aufgrund ihres scharfen, reizenden Geschmacks meist nicht attraktiv zum Verzehr. Solange die Efeutute lediglich als Zierpflanze dient und nicht als Snack, ist sie vollkommen ungefährlich in der Handhabung – Sie können sie bedenkenlos pflegen und die Blätter berühren.

Wann wächst die Efeutute am besten

Die Efeutute wächst am besten während der hellen Jahreszeit, vor allem im Frühling und Sommer. In dieser Phase fördern mehr Licht und höhere Temperaturen das schnelle Wachstum neuer Blätter und Triebe. Im Frühjahr ist oft zu beobachten, dass die Pflanze einen Wachstumsschub bekommt, sobald die Tage heller werden. Im Herbst und Winter, wenn weniger Licht vorhanden ist, geht die Efeutute in eine Ruhephase mit deutlich langsamerem Wachstum über. In Innenräumen bei Zimmertemperatur stellt sie das Wachstum nicht vollständig ein, kann aber während der dunkelsten Wintermonate nahezu stillstehen. Am sinnvollsten ist es, die Pflege an die jeweilige Jahreszeit anzupassen: Geben Sie im Frühling und Sommer mehr Wasser und Dünger, wenn die Efeutute aktiv wächst, und lassen Sie sie im Winter mit trockenerer Erde und minimaler Düngung ruhen. Möchten Sie das Wachstum dennoch ganzjährig fördern, kann zusätzliches Pflanzenlicht im Winter hilfreich sein. Es ist jedoch vollkommen normal, dass die Efeutute eine Pause einlegt und Energie spart, bis das Licht zurückkehrt – dann wird sie Sie im nächsten Frühling erneut mit frischer, üppiger Grünpracht belohnen.

Autorin: Emma Vogiatzi
Faktencheck: Erik Hoekstra
Zuletzt aktualisiert: 2025-12-12