Angelica Svanstrom

Der Garten ist für mich keine Arbeit. Ganz im Gegenteil.

Ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass ich einen Garten haben will, der sich Jahr für Jahr von selbst entwickelt.

Hier ist es der Thymian, der an den Fingern kleben bleibt und den Winter überlebt hat. Kresse, die in Farben explodiert. Üppige Bäume, die uns umgeben. Tomaten, die langsam reifen. Flieder und Traubenkirsche. Wilder Wein, der mit jedem Jahr größer und stärker wird.

Der Garten ist für mich wie die Sonne auf der Haut. Der Duft von Lavendel, der bis in den Oktober hinein anhält.

Das ist unser Ort. Wo wir einfach nur sein dürfen. Uns ausruhen, leben und genießen nach einem langen, kalten Winter.

Eigentlich stresst mich das Gärtnern oder besser gesagt das Vorbereiten ziemlich. Deshalb bin ich in den letzten Jahren zur Direktsaat übergegangen.

Außer bei den Tomaten. Die brauchen hier in Schweden eben etwas Zeit.
 Aber ich mache es aus Freude daran. 


Seine eigenen Tomaten pflücken. Thymian für den Grill. Kresse, die den Boden überwuchert. Das ist ein magisches Gefühl. Mmmmm, ich sehne mich danach.

Ich baue das an, was wir verwenden. Gemüse, Kräuter und Blumen. Nichts wird jemals perfekt und nichts wird bis ins kleinste Detail geplant. Ich gehe nach Gefühl vor und hoffe auf etwas Üppiges und Schönes, das den Garten überwuchert.

Wenn alles blüht, gibt's nichts Schöneres als einen üppigen Garten. Den Sonnenuntergang zu sehen, die laue Luft zu spüren und endlich zwischen all den Sachen rumzulaufen, nach denen wir uns so lange gesehnt haben.