Hanna Wendelbo
Der Garten ist mein Ort zum Entspannen, Heilen und Staunen, ein grüner Raum, in den ich zurückkehren kann, wenn die Welt um mich herum zerbrechlich und schwer zu begreifen ist.

Hier verlangsamt sich die Zeit und macht Platz für das, was wirklich wichtig ist. Menschen und Tiere teilen sich den Garten mit Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern in einem lebendigen Ganzen, in dem jeder seine Rolle hat.

Ich gärtnere mit Blick auf die Zukunft, für die biologische Vielfalt und für alles Leben, das Raum zum Wachsen braucht. Der Garten ist ein reich gedeckter Tisch, voller Farben, Formen und Düfte, eine Einladung zum Ausruhen und zur Bewegung. Amaranths tiefe Töne, die Üppigkeit der Dahlien, die leichten Wolken der Rispen und das selbstverständliche Leuchten der Sonnenblumen dürfen gemeinsam einen blühenden Rhythmus durch die Saison entstehen lassen.

Der Garten ist auch meine größte Inspirationsquelle. Hier entstehen die Ideen für die Aquarelle, die ich male, und für die Muster, die ich entwerfe. Die Farben, Formen und das Zusammenspiel zwischen Wildheit und behutsamer Ordnung fließen in meine Arbeit ein.
Gärtnern ist für mich eine Möglichkeit, zu hoffen, zu schaffen und an die Zukunft zu glauben, ein Samenkorn nach dem anderen.