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Duftwicke anbauen


Duftwicke

Eine beliebte Blume mit langer Geschichte

Duftwicken sind seit Langem eine Lieblingsblume von Blumenfreunden und Gärtnern. Im Laufe der Jahre haben Liebhaber viele Sorten gezüchtet, sodass es heute eine große Bandbreite an Farben, Formen und Höhen gibt. Die kleinsten Sorten werden rund 20 cm hoch, die kräftigsten erreichen bis zu 3 Meter.

Einer der Ersten, die die Duftwicke in Europa verbreiteten, war Francisko Cupani, der sie im 17. Jahrhundert in einem Klostergarten auf Sizilien anbaute. Später trug auch Henry Eckford zur Entwicklung bei, indem er Sorten mit größeren und auffälligeren Blüten züchtete.

Duftwicken direkt säen oder vorziehen

Duftwicken kannst du direkt ins Freiland säen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden mindestens 12 Grad warm ist. Säe im Abstand von etwa 10 cm und vereinzle später auf rund 20 cm zwischen den Pflanzen.

Für eine frühere Blüte werden sie meist im Haus vorgezogen. Säe die Samen zwischen Februar und April, je nach Lage. Rechne mit einer Aussaat etwa 5-7 Wochen vor dem Auspflanzen.

Aussaat und Anzucht

Säe die Samen etwa 1 cm tief. Duftwicken bilden schnell Wurzeln und mögen etwas Tiefe, wähle deshalb höhere Töpfe oder zum Beispiel Klopapierrollen. Normale Töpfe oder eine Anzuchtschale funktionieren ebenfalls.

Stelle die Aussaat bei Zimmertemperatur auf. Sobald die Pflanzen aufgegangen sind, wollen sie hell und etwas kühler stehen, damit sie kompakt wachsen. Bei früher Aussaat ist eine Pflanzenleuchte eine gute Hilfe.

Entspitzen für kräftigere Pflanzen

Wenn die Pflanzen zwei bis drei Blattpaare haben, kannst du sie entspitzen. Sie verzweigen sich dann und werden kräftiger. Die abgeschnittene Spitze lässt sich als Steckling nutzen, wenn sie mindestens zwei Blattpaare hat. Entferne dafür die untersten Blätter und setze sie in Erde.

Eine robuste Schönheit

Trotz ihres zarten Aussehens ist die Duftwicke recht robust. Sie verträgt leichten Frost und kann früh in der Saison abgehärtet werden, oft schon im April oder Mai. Stelle sie geschützt auf oder hole sie in kalten Nächten herein.

Pflanze aus, wenn die Nachttemperatur bei etwa 5-8 Grad liegt. Wähle einen sonnigen und möglichst windgeschützten Platz mit nährstoffreicher, humoser Erde. Duftwicken gedeihen auch im Topf gut. Denk nur daran, regelmäßig zu gießen.

Rankhilfe und Nährstoffe

Duftwicken sind Kletterpflanzen und brauchen etwas zum Ranken. Das kann ein Spalier, ein Zaun, eine Pergola oder eine selbst gebaute Stütze aus Ästen sein. Auf dem Balkon eignet sich zum Beispiel ein Netz.

Dünge regelmäßig, zum Beispiel alle zwei Wochen. Flüssigdünger oder natürliche Alternativen wie Brennnesselwasser eignen sich gut.

Die Blüte genießen

Sobald die Duftwicken blühen, kannst du so oft Sträuße schneiden, wie du magst. Je mehr du pflückst, desto mehr blühen sie. Schneide am besten morgens, dann halten die Blüten am längsten.

Autorin: Johanna Damm
Faktengeprüft von Erik Hoekstra
Zuletzt aktualisiert 2022-10-14