Odla Humle

Hopfen anbauen


Humle (Humulus lupulus) ist eine mehrjährige Kletterpflanze, die Schönheit und Nutzen im Garten vereint. Sie wächst extrem schnell – im Frühjahr können neue Triebe pro Tag dezimeterweise zulegen – und bildet bis zum Spätsommer üppiges Grün mit dekorativen Hopfenzapfen. Als Zierpflanze eignet sich Humle perfekt, um Wände, Pergolen und Zäune zu begrünen oder sogar einen lauschigen grünen Bogen/Laubengang zu schaffen. Neben ihrer Schönheit wurde Humle historisch als wichtige Zutat beim Bierbrauen verwendet und wird auch wegen ihrer beruhigenden Eigenschaften geschätzt. Humle zu Hause anzubauen ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner spannend und lohnend.

Klimazonen – wo kann man Humle in Schweden anbauen?

Humle gedeiht in unserem nordischen Klima und ist überraschend winterhart. Die Pflanze zieht sich jeden Herbst zurück und überwintert als Wurzel, wodurch sie schwedische Winter gut verträgt. Humle kann im Freien praktisch in ganz Schweden angebaut werden – von Skåne bis hinauf nach Norrland. In den Anbauzonen 1–5 funktioniert es meist ausgezeichnet ohne zusätzlichen Schutz. Auch in kälteren Gegenden (Zonen 6–7) kann Humle gut zurechtkommen, besonders wenn du robuste, nördliche Sorten wählst und die Wurzeln im Winter zum Beispiel mit Laub oder Fichtenzweigen schützt. Setze Humle an einen geschützten Standort (z. B. an eine Wand oder einen Hausgiebel), wenn du in einem raueren Klima lebst, damit die Pflanze im Frühjahr etwas zusätzliche Wärme bekommt.

Boden und Standort

Damit Humle gut wächst und kräftig wird, braucht sie einen nährstoffreichen, humosen Boden, der Feuchtigkeit hält und gleichzeitig gut drainiert ist. Bereite den Standort am besten vor, indem du tief umgräbst und die Erde mit Kompost oder gut verrottetem Stallmist mischst. Humle möchte sonnig oder halbschattig stehen – sie verträgt die meisten Himmelsrichtungen, aber eine Lage nach Osten oder Westen ist oft ideal. Vermeide extreme Süd-Hitze ohne ausreichende Bewässerung und vermeide tiefen Schatten im Norden. Denke auch daran, der Pflanze ausreichend Platz zu geben: Jede Humle-Pflanze entwickelt ein großes Wurzelsystem (mindestens einen Quadratmeter Fläche), und die Ranken können in einer Saison 4–6 Meter hoch werden. Sorge daher für eine stabile Kletterhilfe – etwa ein Spalier, eine hohe Schnur bis zum Dach oder einen robusten Pfahl.

Pflanzung von Humle

Pflanze deine Humle im Frühjahr, wenn der Boden bearbeitbar ist und die Gefahr von Nachtfrost vorbei ist. Du kannst Humle als Topfpflanze oder als Wurzelsteckling kaufen (wähle eine weibliche Pflanze, wenn du Zapfen möchtest, denn es sind die weiblichen Pflanzen, die Hopfenzapfen bilden). So gehst du beim Pflanzen ins Freiland vor:

  • Grabe ein großzügiges Pflanzloch (ca. 40–50 cm tief und breit) am vorbereiteten Standort.

  • Verbessere die Erde im Pflanzloch mit Kompost oder Mist, damit die Pflanze einen Nährstoffschub bekommt.

  • Setze die Humle-Pflanze in der gleichen Tiefe wie im Topf (der Wurzelhals knapp unter der Erdoberfläche). Fülle Erde auf und drücke sie vorsichtig an.

  • Gieße nach dem Pflanzen gründlich, damit sich die Erde um die Wurzeln schließt.

  • Stütze die Pflanze sofort: Stelle einen Pfahl, ein Spalier oder eine Kletterhilfe direkt neben die Pflanze. Die neuen Triebe werden bald nach oben streben, und es ist gut, wenn sie von Anfang an etwas zum Festhalten haben.

Halte die Erde in den ersten Wochen nach dem Pflanzen leicht feucht. Wenn du mehrere Humle-Pflanzen pflanzt, gib ihnen am besten 1,5–2 Meter Abstand, damit sie nicht um Platz und Nährstoffe konkurrieren.

Pflege von Humle – Gießen, Düngen, Anbinden und Rückschnitt

Humle ist leicht zu kultivieren, sobald sie etabliert ist, aber sie braucht Pflege, um ihre volle Pracht zu entfalten. Hier sind einige wichtige Pflegetipps:

Gießen: Achte darauf, dass Humle regelmäßig Wasser bekommt. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, besonders an trockenen Sommertagen und im ersten Jahr der Pflanze. Vermeide jedoch Staunässe – eine gute Drainage ist wichtig, damit die Wurzeln nicht faulen. Eine Schicht organisches Mulchmaterial rund um die Pflanze kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu halten.

Düngen: Humle ist eine nährstoffhungrige Pflanze mit großem Appetit vor allem auf Stickstoff. Dünge regelmäßig: Beginne früh im Frühjahr mit einer Gabe Rindermist oder einem anderen stickstoffreichen Dünger und versorge die Pflanze im Sommer noch einige Male mit Nährstoffen (z. B. Brennnesseljauche oder Hühnermist in schwacher Dosierung). Ein nährstoffreicher Start hilft Humle, reichlich Blattmasse und viele Zapfen zu entwickeln.

Anbinden: Da Humle lange, sich windende Ranken bildet, braucht sie eine gute Führung. Hilf den jungen Trieben, die Kletterhilfe zu finden, indem du sie vorsichtig um Pfähle oder das Spalier wickelst. Humle-Ranken winden sich von Natur aus (gegen den Uhrzeigersinn um die Stütze), können aber am Anfang etwas Anleitung brauchen. Binde die Ranken mit weichem Bindematerial nach und nach an und leite 3–5 der kräftigsten Ranken nach oben, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Die übrigen schwächeren Triebe kannst du früh in der Saison auslichten, damit die Pflanze ihre Energie auf die Haupttriebe konzentriert.

Rückschnitt: Im Herbst sterben die Humle-Ranken nach dem ersten Frost ab. Schneide die trockenen Ranken dann oder im frühen Frühjahr auf etwa 10–15 cm über Bodenniveau zurück. Das entfernt altes Material und regt neue Triebe in der nächsten Saison an. Jeden Frühling treibt Humle neue Sprosse aus den Wurzeln; entferne abgestorbene Stängelreste und gib eine neue Runde Dünger, um die Saison zu starten.

Autorin: Emma Vogiatzi - ausgebildete Gärtnerin

Faktengeprüft von: Erik Hoekstra

Zuletzt aktualisiert: 2026-01-15