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Schwarze Johannisbeeren anbauen


Schwarze Johannisbeeren in Schweden anzubauen ist sowohl einfach als auch lohnend. Schwarze Johannisbeeren (Ribes nigrum) sind ein robustes Johannisbeergehölz, das in unserem schwedischen Klima hervorragend gedeiht – mit der richtigen Sortenwahl sogar bis hinauf nach Nordnorrland. Der Strauch ist widerstandsfähig und relativ leicht zu kultivieren, und er liefert reichlich kleine schwarze Beeren mit einem süß-säuerlichen Geschmack. Die Beeren sind außerdem vollgepackt mit Vitamin C und Antioxidantien – eigene schwarze Johannisbeeren anzubauen ist also nicht nur lecker, sondern auch gesund!

Schwarze Johannisbeeren pflanzen

Johannisbeersträucher zu pflanzen ist nicht schwer, aber ein paar Dinge solltest du beachten, damit der Strauch von Anfang an gut wächst. Hier sind einige wichtige Punkte:

Standort: Wähle einen sonnigen oder halbschattigen, am besten windgeschützten Platz für deine Johannisbeeren. In voller Sonne bekommst du süßere Beeren und eine bessere Ernte, aber der Strauch verträgt auch etwas Schatten. Vermeide Frostsenken (tief liegende Stellen, an denen sich Frost sammelt), da schwarze Johannisbeeren früh im Frühjahr blühen und die Blüten durch Spätfrost geschädigt werden können.

Boden: Pflanze in humusreichen, gut durchlässigen und feuchtigkeitsspeichernden Boden. Schwarze Johannisbeeren sind anspruchslos, gedeihen aber am besten in nährstoffreicher Erde mit einem pH-Wert um 6–6,5 (leicht sauer). Vermeide schweren Lehmboden, der nass wird, oder sandigen Boden, der schnell austrocknet – verbessere den Boden bei Bedarf, indem du reichlich Kompost, gut verrotteten Stallmist oder Pflanzerde einarbeitest, damit er lockerer und humusreicher wird.

Pflanzabstand: Gib den Johannisbeersträuchern ausreichend Platz. Schwarze Johannisbeeren können etwa 1,5 Meter breit werden, daher ist ein Pflanzabstand von ca. 1,5–2 Metern passend. Dann konkurrieren die Sträucher nicht so stark um Nährstoffe und Licht, und die Ernte wird einfacher. Wenn du nahe an einem Zaun oder einer Hauswand pflanzt, kann der Abstand auf etwa 1 Meter reduziert werden, da der Strauch dann stärker in eine Richtung wachsen kann.

Pflanzzeit: Die beste Zeit, Johannisbeeren zu pflanzen, ist im Frühjahr oder Herbst. Pflanze gern früh im Frühjahr (April), bevor die Knospen austreiben, damit die Pflanze viel Zeit hat, sich vor dem Sommer zu etablieren. Eine Herbstpflanzung im September/Oktober funktioniert ebenfalls gut – der feuchte Boden und das kühlere Wetter helfen beim Anwurzeln. Vermeide eine Pflanzung mitten im Sommer in einer trockenen und warmen Periode; dann fällt dem Strauch der Start schwerer.

Beim Pflanzen gräbst du ein großzügiges Pflanzloch (mindestens doppelt so breit wie der Wurzelballen) und mischst die ausgehobene Erde mit Kompost oder Rinderdung. Setze die Pflanze in derselben Tiefe ein, wie sie im Topf stand (die Wurzeln sollen gerade bedeckt sein), und fülle mit Erde auf. Drücke vorsichtig an, damit keine Luftlöcher bleiben. Gieße anschließend gründlich. Eine Schicht organischer Mulch, zum Beispiel Rasenschnitt oder Rinde rund um die Basis der Pflanze, hilft, die Bodenfeuchte zu halten und Unkraut fernzuhalten.

Pflege schwarzer Johannisbeeren

Schwarze Johannisbeeren sind relativ pflegeleicht, aber mit etwas zusätzlicher Aufmerksamkeit kannst du die Ernte maximieren und den Strauch viele Jahre gesund halten.

Gießen: Halte den Boden leicht feucht, besonders im ersten Jahr und in trockenen Sommermonaten. Ein frisch gepflanzter Johannisbeerstrauch sollte regelmäßig gegossen werden, bis er gut angewachsen ist. Auch ältere Sträucher danken zusätzliches Wasser bei längerer Trockenheit – gleichmäßige Feuchte sorgt für größere und saftigere Beeren. Gleichzeitig dürfen die Wurzeln nicht im Wasser stehen, daher sollte der Boden durchlässig sein und überschüssiges Wasser ablaufen können.

Düngen: Düngung hilft deinem Johannisbeerstrauch, viele Beeren zu tragen. Eine gute Routine ist, zweimal pro Jahr Nährstoffe zu geben: einmal früh im Frühjahr (wenn die Knospen anschwellen) und einmal nach der Ernte im Spätsommer/Herbst. Im Frühjahr kannst du etwas gut verrotteten Stallmist oder Kompost rund um den Strauch einarbeiten. Auch ein spezieller Beerendünger ist geeignet. Nach der Ernte kannst du eine Gabe Herbstdünger oder mehr Kompost geben, um den Strauch auf die nächste Saison vorzubereiten. Vermeide Überdüngung – zu viel Stickstoff ergibt viele Blätter, aber weniger Beeren, und kann den Strauch anfälliger für Krankheiten wie Mehltau machen.

Rückschnitt: Durch jährlichen Schnitt hältst du den Strauch vital und ertragreich. Geeignete Zeit ist entweder Spätsommer/früher Herbst direkt nach der Ernte oder spät im Winter (Spätwinter/Vorfrühling), bevor die Knospen austreiben. Schneide jedes Jahr einige der ältesten, dicksten Triebe bodennah heraus (älter als ca. 3–4 Jahre). Das regt den Strauch an, neue junge Triebe zu bilden, die am meisten Beeren tragen. Entferne auch tote oder beschädigte Triebe sowie Triebe, die auf dem Boden liegen oder sich kreuzen. Die jüngeren Triebe (1–2 Jahre alt) lässt du stehen, denn an ihnen hängt die Haupt-Ernte. Ziel ist ein ausreichend luftiger Strauch mit sowohl neuen als auch mittelalten Trieben. So ein Strauch liefert eine gute Ernte und wird weniger von Schädlingen befallen. Achte jedoch darauf, nicht zu stark auf einmal zu schneiden – nimmst du zu viel weg, kann der Strauch mit vielen Wasserschossern reagieren (unnötig viele neue Triebe ohne Frucht) und in der nächsten Saison zu dicht werden.

Denke auch daran, häufige Pflegefehler zu vermeiden:

  • Lass den Boden bei langen Trockenphasen nicht vollständig austrocknen (das reduziert die Ernte und stresst den Strauch).

  • Übertreibe die Düngung nicht, besonders nicht mit stickstoffreichen Mitteln (zu viel Nährstoffe fördern vor allem Blattmasse und können weniger Beeren bedeuten).

  • Vergiss den Schnitt nicht ganz. Ein ungeschnittener Strauch wird mit den Jahren struppig, überwuchert und trägt weniger Beeren.

  • Schneide auch nicht zu aggressiv auf einmal. Ein starkes Zurücksetzen des ganzen Strauchs kann zu vielen schwachen Neutrieben und wenigen Beeren im nächsten Jahr führen.

  • Pflanze den Strauch nicht in staunasse Erde. Stehen die Wurzeln dauerhaft nass, kann der Strauch kümmern.

Ernte schwarzer Johannisbeeren

Die Belohnung für deine Pflege kommt im Sommer, wenn es Zeit zum Ernten ist. Schwarze Johannisbeeren reifen meist im Hochsommer – im Juli in Südschweden und etwas später (August) in kälteren Gegenden oder bei späten Sorten. Du erkennst die Reife daran, dass die Beeren ihre typische dunkle, fast schwarze Farbe bekommen und sich leicht vom Stiel der Traube lösen. Probier gern; reife schwarze Johannisbeeren sollten süß sein, aber mit einer frischen Säure. Pflücke am besten an einem trockenen Tag (nasse Beeren halten sich im Kühlschrank schlechter). Du kannst ganze Trauben abknipsen und die Beeren später abstreifen, oder die Beeren direkt in eine Schüssel pflücken, indem du sie vorsichtig zwischen den Fingern rollst. Sei behutsam, damit du die Früchte nicht zerdrückst – schwarze Johannisbeeren sind weicher als zum Beispiel rote Johannisbeeren.

Wenn du geerntet hast, verarbeite die Beeren innerhalb weniger Tage für die beste Qualität. Frische schwarze Johannisbeeren halten sich im Kühlschrank etwa 4–5 Tage. Wenn du mehr gepflückt hast, als du essen kannst, kannst du sie hervorragend einfrieren. Verteile die Beeren auf einem Tablett im Gefrierfach, damit sie einzeln gefrieren, und fülle sie danach in Gefrierbeutel – so kannst du später genau so viel entnehmen, wie du brauchst. Natürlich kannst du die Ernte auch direkt zu Leckereien verarbeiten: Marmelade oder Gelee kochen, Sirup herstellen, einen schwarzen Johannisbeerkuchen backen oder vielleicht Johannisbeer-Glühwein oder Likör ansetzen. Die Möglichkeiten sind endlos, wenn du eigene schwarze Johannisbeeren anbaust – und kaum etwas schlägt den Geschmack selbst angebauter Beeren!

Autorin: Emma Vogiatzi – ausgebildete Gärtnerin

Faktengeprüft von: Erik Hoekstra

Zuletzt aktualisiert 2026-01-15