Thripse


Thripse sind ein häufiges, aber oft missverstandenes Schädlingsproblem, das erhebliche Schäden an Zimmerpflanzen und am Indoor-Anbau verursachen kann. Sie sind klein, sehr beweglich und werden zu Beginn eines Befalls leicht übersehen. Mit dem richtigen Wissen lassen sie sich jedoch frühzeitig erkennen und effektiv bekämpfen.

Wie sehen Thripse aus?

Thripse sind sehr kleine Insekten, meist nur ein bis zwei Millimeter lang. Sie haben einen schmalen, länglichen Körper und können je nach Art und Alter hellgelb, braun oder fast schwarz sein. Erwachsene Tiere besitzen schmale Flügel, die eng am Körper anliegen, während die Larven flügellos sind und eine noch hellere Färbung haben.

Da sich Thripse bevorzugt auf der Blattunterseite, in Blattfalten oder in Knospen verstecken, sind sie mit bloßem Auge oft schwer zu erkennen. Ein häufigeres Anzeichen sind daher die Schäden, die sie hinterlassen. Befallene Blätter zeigen oft silbrige oder gräuliche Flecken, kleine Punkte oder wirken matt und trocken. Manchmal sind auch kleine schwarze Punkte zu sehen, die der Kot der Thripse sind.

Warum Thripse in Innenräumen ein Problem sind

Thripse saugen Pflanzensaft aus den Blättern und schädigen dabei die Pflanzenzellen. Das führt zu vermindertem Wachstum, unansehnlichen Blättern und im schlimmsten Fall dazu, dass die Pflanze Blätter oder Blüten verliert. In Innenräumen fühlen sich Thripse besonders wohl, da die Umgebung oft warm und trocken ist, vor allem während der Wintermonate. Sie vermehren sich schnell und ein kleiner Befall kann sich in kurzer Zeit stark ausbreiten.

So bekämpfen Sie Thripse in Innenräumen

Der erste Schritt besteht darin, befallene Pflanzen zu isolieren, sobald Sie Thripse vermuten. Dadurch wird das Risiko verringert, dass sich der Schädling auf andere Pflanzen ausbreitet.

Beginnen Sie damit, die Pflanze gründlich mit lauwarmem Wasser abzuduschen. Dadurch werden viele erwachsene Thripse und Larven entfernt. Achten Sie besonders auf die Blattunterseiten und junge Triebe. Wiederholen Sie das Abduschen regelmäßig.

Der nächste Schritt ist die Behandlung. Insektizidseife oder Seifenwasser ist eine gängige und schonende Methode, die sich bei leichterem Befall bewährt hat. Sprühen Sie die gesamte Pflanze ein und wiederholen Sie die Behandlung mehrmals im Abstand von einigen Tagen, da kontinuierlich neue Larven schlüpfen.

Bei stärkerem Befall können Nützlinge eine effektive und natürliche Lösung sein. Raubmilben und andere biologische Gegenspieler werden häufig im Indoor-Anbau und in Gewächshäusern eingesetzt, um die Thripspopulation in Schach zu halten.

Auch eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann helfen, da Thripse trockene Luft bevorzugen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Pflanzen weiterhin regelmäßig zu kontrollieren, auch nachdem der Befall scheinbar beseitigt ist.

Autorin: Emma Vogiatzi – ausgebildete Gärtnerin
Faktenprüfung: Erik Hoekstra
Zuletzt aktualisiert: 2026-02-05