Rhododendron gehört zu den beliebtesten Gartensträuchern – und es ist leicht zu verstehen, warum. Mit seinen großen, farbenprächtigen Blüten und dem üppigen Laub schafft er eine magische Atmosphäre in kleinen wie großen Gärten. Außerdem ist Rhododendron eine relativ pflegeleichte Pflanze, wenn sie einmal richtig angewachsen ist.
Rhododendron blüht oft im Frühjahr und Frühsommer und kann Blüten in Weiß, Rosa, Violett oder Dunkelrot hervorbringen. Der Strauch ist zudem immergrün, was bedeutet, dass er dem Garten das ganze Jahr über Leben verleiht.
Er eignet sich perfekt für Beete, als Solitärstrauch oder in größeren Gruppen für eine beeindruckende Blütenpracht.
So pflanzt du Rhododendron
1. Den richtigen Standort wählen
Rhododendron gedeiht am besten im Halbschatten, idealerweise mit Morgensonne, aber geschützt vor starker Nachmittagssonne. Er steht auch gerne windgeschützt.
2. Die richtige Erde ist entscheidend
Das Wichtigste für Rhododendron ist saure, lockere Erde, am besten ähnlich wie Waldboden. Normale Gartenerde ist oft zu kompakt oder zu kalkhaltig.
Verwende am besten:
-
Rhododendronerde
-
torfhaltige Erde
-
Laubkompost
3. Flach pflanzen
Rhododendron hat flache Wurzeln und sollte daher nicht zu tief gesetzt werden.
So gehst du vor:
-
Grabe ein breites Pflanzloch, ca. 40–50 cm tief.
-
Fülle es mit Rhododendronerde.
-
Setze die Pflanze so ein, dass die Oberseite des Wurzelballens auf Bodenniveau liegt.
-
Gieße gründlich nach dem Pflanzen.
4. Zur richtigen Zeit pflanzen
Die beste Pflanzzeit ist:
-
Frühjahr (April–Mai)
-
früher Herbst (August–September)
So können sich die Wurzeln vor großer Hitze oder Kälte gut etablieren.
Pflege – so gedeiht dein Rhododendron
Gießen
Rhododendron mag feuchten Boden, aber keine Staunässe.
Achte darauf:
-
In trockenen Zeiten zusätzlich gießen
-
Möglichst Regenwasser verwenden, da kalkhaltiges Wasser den Boden beeinflussen kann
Düngen
Dünge im Frühjahr, sobald die Pflanze zu wachsen beginnt.
Verwende:
-
Rhododendrondünger
-
organischen Dünger für Moorbeetpflanzen
Vermeide Düngung im Spätsommer – sonst kann sich die Pflanze schlecht auf den Winter vorbereiten.
Rückschnitt
Rhododendron muss selten geschnitten werden, aber du kannst entfernen:
-
tote Äste
-
beschädigte Teile
-
verblühte Blüten (um neue Knospen zu fördern)
Am besten direkt nach der Blüte.
Tipps zum Erfolg – häufige Fehler vermeiden
-
Nicht in kalkhaltige Erde pflanzen
-
Nicht zu tief setzen
-
Im ersten Jahr das Gießen nicht vergessen
-
Eine Mulchschicht aus Rinde oder Laub schützt die Wurzeln und hält Feuchtigkeit
Rhododendron mag es wie im Wald – kühl, feucht und geschützt.
Autorin: Emma Vogiatzi – Gärtnerin
Fakten geprüft von: Erik Hoekstra
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-29