Purpurglöckchen ist eine beliebte Staude, die in vielen Gärten zu einem echten Favoriten geworden ist – und es ist leicht zu verstehen, warum. Mit ihren dekorativen Blättern in Nuancen von Grün, Rot, Limette, Kupfer und Purpur bringt sie Farbe und Leben in Beete, Töpfe und schattige Ecken über große Teile des Jahres hinweg.
Purpurglöckchen bildet dichte Blattrosetten nahe am Boden und kann mit der Zeit zu einem schönen bodendeckenden Element werden. Im Sommer treibt sie schlanke Stängel mit kleinen, luftigen Blüten in Weiß, Rosa oder Rot aus. Auch wenn die Blüten hübsch sind, sind es vor allem die Blätter, die Purpurglöckchen zu einer so attraktiven Zierpflanze machen.
Beim Pflanzen von Purpurglöckchen ist es gut, einen Standort zu wählen, an dem sie langfristig gedeihen kann. Sie wächst am besten im Halbschatten, doch viele Sorten vertragen auch Sonne, solange der Boden gleichmäßig feucht bleibt. In tiefem Schatten können die Blattfarben etwas schwächer wirken. Der Boden sollte nährstoffreich, gut durchlässig und gerne humusreich sein. Purpurglöckchen mag keine Staunässe, besonders nicht im Winter, daher sollte überschüssiges Wasser gut abfließen können.
Gepflanzt werden kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. Grabe ein Loch, das etwas größer ist als der Wurzelballen, und setze die Pflanze so ein, dass sie auf derselben Höhe steht wie zuvor im Topf. Drücke die Erde vorsichtig an und gieße nach dem Pflanzen gründlich. In den ersten Wochen ist es besonders wichtig, den Boden leicht feucht zu halten, während die Pflanze anwächst.
Sobald das Purpurglöckchen eingewurzelt ist, benötigt es nicht viel Pflege. Regelmäßiges Gießen ist vor allem in Trockenperioden nötig, besonders wenn es sonnig steht oder im Topf wächst. Eine leichte Düngung im Frühjahr hilft der Pflanze, gut in die Saison zu starten, doch zu viel Dünger kann mehr Blattmasse als Farbe fördern.
Nach einigen Jahren kann sich das Purpurglöckchen etwas aus dem Boden herausheben, da es mit der Zeit nach oben wächst. Dann kannst du es im Frühjahr leicht teilen, indem du den Wurzelballen ausgräbst und in mehrere Stücke teilst. Das ergibt neue Pflanzen und hält die alte gesund und kompakt.
Purpurglöckchen ist generell winterhart, aber an exponierten Standorten kann es von etwas Laub oder Tannenzweigen als Schutz vor Kahlfrost und Winternässe profitieren. Im Frühjahr schneidest du unschöne Blätter ab, damit frische neue Blätter Platz bekommen.
Mit ihrer großen Farbvielfalt und Widerstandsfähigkeit ist Purpurglöckchen eine perfekte Pflanze, um Struktur und Kontrast im Garten zu schaffen. Sie ist von frühem Frühling bis in den späten Herbst hinein schön und passt ebenso gut ins Beet wie in Töpfe auf der Terrasse. Ein echtes Juwel für alle, die etwas Pflegeleichtes und dennoch Effektvolles pflanzen möchten.
Autorin: Emma Vogiatzi – ausgebildete Gärtnerin
Fakten geprüft von: Erik Hoekstra
Zuletzt aktualisiert: 2026-01-29